10. Mai 2014

Sapa (02.05.2014 – 06.05.2014)

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Der Nachzug sollte mich auf einem sogenannten “Soft-Sleeper” nach Lao Cai bringen, von wo es direkt weiter nach Sapa gehen sollte. Ein Nachtzug in Vietnam ist eine äußerst komfortable Möglichkeit zu reisen, wenngleich auch relativ teuer, vor allem im Vergleich zum Bus. Da ich aber viele Horrorgeschichten über die Busfahrt von Hanoi nach Sapa gehört habe, und auch der Reiseführer eine Zugfahrt anrät, habe ich mich kurzerhand für den Zug entschlossen.

Kaum in Sapa angekommen, ging es bereits am selbigen Morgen auf zu einem zweitägigen Trekking-Trip mit sog. Homestay. Wer der englischen Sprache mächtig ist, sollte erahnen können worum es sich handelt. Bei einem Homestay haust man bei einer einheimischen Familie, isst mit der Familie und übernachtet auch dort.

IMG_3371 Die Truppe, die beim Trekking mit dabei war, war wie immer bunt gemischt. So war der Serj aus Kanada, Alex aus England und das Pärchen Jan-Willem und Marloes aus Holland mit dabei. Der erste Trekking-Tag führte uns nach Linh Ho, Lao Cai und ins Tavan-Village. Bei der 12 Kilometer langen Wanderung ging es durch wirklich tolle bergige Landschaften inmitten von vielen Reisterrassen und vor allem ländlichen Gegenden, in denen noch so einige traditionelle Bergvölker leben. Eigentlich genau so wie man sich Sapa vorstellt. Auch mit dem Wetter hatten wir durchaus Glück. Es hat nur einmal ganz kurz geregnet. Aber nachts wird es hier ganz schön kalt, so kam zum ersten Mal seit Beginn meiner großen Reise etwas langärmliges zum Einsatz!DSC00034

Im Tavan-Village angekommen wurde bei einer Dzay-Familie “eingecheckt” :) Die Familie hat uns dann mit wirklich köstlichem Essen bekocht und es gab selbst gebrannten Reis-Wein, oder wie es die Einheimischen nennen: “Happy Water”. Auch dieses Mal konnte ich mein Augenlicht behalten und bin von schwarz gebranntem nicht erblindet! Von der Nacht-Zugfahrt und dem anstrengenden Trekking-Tag mit 12 zurückgelegten Kilometern doch recht ermüdet, ging es recht früh ins Bett, denn am nächsten Tag sollte es ja bereits weitergehen.

 

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Nach einem Frühstück bei unserer Gast-Familie wurde erneut gewandert. Auch der zweite Tag führte uns durch wunderschöne Landschaften inmitten von Reisfeldern, Wasserfällen und Bergen. Da es nachts geregnet hat, war der Weg nicht so ganz passierbar, deshalb mussten wir auch barfuß durch einige Reisterrassen waten. Es stellte sich heraus, dass das gar nicht so einfach ist, und der Schlamm doch recht rutschig sein kann. Nein, ich bin natürlich nicht hingefallen… Achtung: Ironie! :) Aber ein bisschen Dreck und Wasser hat ja bekanntlich noch niemanden umgebracht, und kann ja ohne Weiteres wieder entfernt werden.

Die restliche Zeit in Sapa wurde dann eher gemütlich mit “nichts-tun” und etwas Shopping verbracht. Hier in Sapa kann man unglaublich günstig “Markenartikel” namhafter Outdoor-Bekleidungshersteller erstehen. Da meine erste kurze Hose nach bereits knapp drei Monaten eh schon den Geist aufgegeben hat, perfektes Timing!

Nach dem Trekking in Sapa angekommen, hab ich mir in der ersten Nacht mit Serj noch ein Zimmer im Sapa Summit Hotel geteilt ehe es dann für 14$ ins Sapa Guesthouse 2 ging. Irgendwie wollte ich für zwei Nächte mal ein bisschen mehr Luxus haben, der dann ja doch auch bezahlbar war. Leider war das Wetter im Anschluss so wie es so mancher Reisender berichtet: kalt, nass, nebelig, ekelhaft und ungemütlich. Ich habe tatsächlich eine Softshell-Jacke und zusätzlich noch eine Regenjacke gebraucht… von langer Hose und sogar Socken ganz zu schweigen! Sapa liegt immerhin auf 1600 Metern und daher kann es wirklich richtig kalt werden. Ich habe mich fast schon wieder wie zu Hause in Deutschland gefühlt.  Da ich Schmuddelwetter auch zu Hause haben kann, habe ich mich dann kurzerhand entschlossen, eine eher ländlichere, aber nahe gelegene Gegend mit etwas wärmeren Klima aufzusuchen: Bac Ha.

Touristen trifft man in Sapa viele, Backpacker aber nicht allzu viele. Während ich das hier schreibe, sitze bzw. liege ich in meinem “Bett” im Nachtzug zurück nach Hanoi. Mein kompletter Wagon (ja, der ganze Wagon!!!) ist gefüllt mit Franzosen mittleren Alters! :) Soviel dazu! Zum selbigen Thema habe ich noch eine kleine Anmerkung, die reif für das Guinnessbuch der Rekorde ist. In Sapa gibt es die sogenannte Mountain-Bar, die sowohl im Lonely Planet, als auch im Stefan Loose-Reiseführer steht. Wer schon einmal auf Reisen war, der kennt Lonely Planet und weiß, dass hier mittlerweile keine Geheimtipps stehen! Auch der Stefan Loose ist vielen ein Begriff. Steht eine Info in beiden Reiseführern, so kann man sicher sein, dass es sich wirklich nicht mehr um Geheimtipps handelt! Dennoch, da ich in Sapa alleine unterwegs war seit ich mich von meiner Truppe der Trekkingtour getrennt habe, habe ich mich auf ein Bierchen aufgemacht, um die Nachtwelt Sapas zu erkunden. Erste Station sollte die im Lonely Planet angepriesene Mountain-Bar sein. Und jetzt kommt´s: nichts!!! Nichts und wieder nichts! Kein einziger Gast. Diese kleine Anekdote zeigt, dass der Planet, den der ominöse Reiseführer beschreibt, tatsächlich noch manchmal so richtig “lonely” ist! :)

Genug gequatscht! Hier geht´s zu den Bildern! Und ja, ich war wieder fit genug zum Springen!

Viel Spaß!

8. Mai 2014

Hanoi (26.04.2014 – 01.05.2014)

Leider gibt es über Hanoi vorerst nicht so viel zu berichten. Wie bereits in einem meiner vorherigen Posts beschrieben, hat mich eine Grippe ziemlich erwischt, und ich war mehr oder weniger ans Bett gefesselt.

Am Tag unserer Ankunft ging es abends zunächst noch ganz gut, sodass vorerst planmäßig das Zugticket nach Sapa erworben wurde. Aber am nächsten Tag ging es mir dann leider so schlecht, dass ich Sapa fürs erste absagen musste. Melissa und Svenja sind aber leider planmäßig gefahren und haben mich fürs erste verlassen. Ryan war zunächst noch da, ist aber dann weiter nach Marokko geflogen, um von dort aus Europa zu erkunden.

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Nach ein paar Tagen auskurieren kamen dann Mel und Svenja aber schon wieder zurück aus Sapa, und wir haben uns dann natürlich zur erneuten Verabschiedung noch einmal getroffen, bevor es dann auch für mich mit dem Nachtzug nach Sapa gehen sollte. Wie sich herausstellte, gibt es in Hanoi unweit unserer Unterkunft eine magische Ecke in einem kleinen Cafe. Zu Beginn waren wir nur zu dritt. Nach und nach wurden wir dann immer mehr, weil ständig irgend jemand einen Bekannten, bereits vorher auf der Reise getroffenen gesehen hat. Es ist wirklich so unglaublich, wie oft man hier die gleichen Leute sieht. Es handelt sich ja immerhin um Hanoi, eine große asiatische Stadt… Dennoch sieht man dauernd bekannte Gesichter!

Bilder habe ich nicht wirklich viel gemacht, aber es wird einen weiteren Bericht über Hanoi geben, da dies meine Endstation in Vietnam sein wird, ehe es Richtung Malaysia weitergehen wird. Aber darauf müsst Ihr noch ein kleines bisschen warten, bis ich vom Norden wieder da bin. Und ja, man glaubt es kaum, sogar zum Springen hat mir die Kraft gefehlt…

6. Mai 2014

Cat Ba Island (23.04.2014 – 26.04.2014)

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Mit dem Local Bus, Fähre und einem weiteren Bus ging es am 23.04.2014 weiter zur Insel Cat Ba, die im Nordosten von Vietnam, nahe der berühmten Ha-Long-Bucht gelegen ist. Auf Cat Ba wurde im My Ngoc Hotel für 10$/Nacht eingecheckt. Unglaublich tolles Hotel und super Zimmer mit Meerblick! Und das für 5$ pro Nase – perfekt! Dann ging es nach längerer strandfreier Zeit mal wieder an den Strand. Der Strand ist nicht unbedingt der schönste, aber es gab tolle Wellen! Abends ging´s zunächst in die Goodbar und anschließend in die Rose-Bar, wo es auch mal wieder eine kleine Shisha gegeben hat. In der Rose-Bar gab es dann auch ein kleines Wiedersehen mit der Shanti und dem Ferdinand! Und auch Nolan und Rebecca habe ich dort wieder getroffen! Es ist wirklich unglaublich, wie oft man hier die gleichen Leute wieder trifft – oft zufällig, manchmal aber auch abgemacht!

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Auf dem Weg nach Cat Ba haben wir die Auréllie, Louis und eine weitere Französin kennengelernt, deren Namen ich leider nicht mehr weiß. Welch ein Glück, denn Louis ist vietnamesischen Ursprungs und spricht daher fließend Vietnamesisch. So konnte er es arrangieren, dass wir ein komplettes Boot für einen Nachmittag für uns hatten. Der Ausflug zur Lan Ha-Bucht war einfach toll! Diese ist von der Beschaffenheit ähnlich wie die Ha Long-Bucht, aber weitaus weniger touristisch! Also definitiv die bessere Wahl. So ging es mit unserem eigenen Boot durch die tollen Landschaften, bis wir schließlich in der Nähe einer kleinen Insel vor Anker lagen und uns einige Zeit mit “vom Boot Springen” beschäftigen durften. Wir hatten einen dermaßen tollen Tag, und das für nur ganz wenig Geld. Wenn man bedenkt, dass manche Touristen für mehrtägige geführte Touren zur Ha-Long-Bucht 200 $ und mehr bezahlen, so haben wir es nur für einen Bruchteil gemacht und hatten unser eigenes Boot! Welch ein Glücksgriff! :)

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Louis und seinen namenlose französische Freundin sind am nächsten Tag weitergezogen. Der Rest – also Melissa, Svenja, Auréllie, Ryan und ich haben uns für den nächsten Tag einen Roller gemietet und die wunderschöne Insel Cat Ba erkundet. Nach einem halben Tag auf dem Roller ging es am Abend noch einmal zum Strand, um sich zunächst einmal vom Meer zu verabschieden. Denn schon am nächsten Tag sollte es weiter Richtung Hanoi gehen, ehe dann der hohe Norden von Vietnam angesteuert wird.

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Bevor hier noch einer anfängt die blöde Frage zu stellen, ob wir tatsächlich nicht die Ha Long-Bucht gesehen haben? Selbstverständlich! Die Weiterreise nach Hanoi ging via Ha Long-Bucht mit der Fähre zuerst nach Ha Long-City und anschließend mit dem Bus in die Hauptstadt nach Hanoi. So gab es natürlich noch eine Fahrt durch die berühmte Ha Long-Bucht. Man muss aber sagen, dass diese nicht unbedingt spektakulärer ist als die Lan Ha-Bucht. Dennoch gibt es eine wunderschöne Natur zu bestaunen, und es ist wert, hier her zu kommen.

Hier gibt´s Bilder. Und wie immer: Jump! Jump! Jump! Höher und weiter! :)

4. Mai 2014

Ninh Binh (22.04.2014 – 23.04.2014)

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Wie schon beschrieben, war die Fahrt nach Ninh Binh aufgrund gewisser Gegebenheiten nicht besonders schön, und nicht gerade von erholsamen Schlaf geprägt. Die gleich morgens angesteuerte Unterkunft war ebenfalls nicht der Rede wert, aber immerhin gab´s ein Bett und sie war günstig. Nach einem kurzen Nickerchen habe ich beim Frühstück die wohl bisher tollste Gruppe, auf die ich während meiner Reise gestoßen bin, kennengelernt. Multi-Kulti wie immer: die Melissa aus Kanada, die Svenja aus Deutschland und Ryan aus Australien. Zur Truppe passt eigentlich nur: “Gesucht und gefunden!” :)

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Gemeinsam ging es nach dem Frühstück nach Tam Coc zur sogenannten “trockenen Ha-Long-Bucht”. Die unglaubliche Landschaft kann nur auf einem Ruderboot erkundet werden. So haben wir uns zwei Boote geschnappt und uns durch die absolut tolle Gegend schippern lassen. Leider ist hier im Norden das Wetter nicht allzu gut und meist bewölkt. Aber dennoch ist es angenehm warm, deshalb ist es auch nicht weiter schlimm. Ich habe hier in Ninh Binh seit Beginn meiner Reise die ersten Regentropfen auf meiner Haut gespürt – und das immerhin nach über zehn Wochen…

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Als Nächstes ging es auf einen Berg, von dem wir eine sagenhafte Aussicht auf hoch emporragende Berge inmitten von Reisfeldern hatten. Der etwas schweißtreibende Aufstieg war anstrengend, aber jeden einzelnen Tropfen Schweiß wert!

Abends gab´s dann noch ein Feierabendbierchen bevor es recht Früh zu Bett ging. Der Aufenthalt in Ninh Binh sollte nämlich nach einer Nacht schon zu Ende gehen und am nächsten Tag wurde die Insel Cat Ba nahe der weltberühmten Ha-Long-Bucht angesteuert. Ninh Binh war wunderschön, aber ein Tag reicht hier durchaus aus.

Bilder gibt´s hier zu sehen. Und wer hätte es gedacht: auch hier wurde wieder mal gesprungen!

Viel Spaß!

30. April 2014

Phong-Nha-Ke-Bang-Nationalpark (19.04.2014 – 21.04.2014)

IMG_2553 Der Phong-Nha-Ke-Bang-Nationalpark mit seinen unglaublichen, über 400 Millionen Jahre alten Höhlensystemen sollte das nächste Ziel sein. Ausgangspunkt für die Besuche des Nationalparks war das Dörfchen Son Trach, ein kleines Dörfchen, in dem die Zeit wirklich noch stehen geblieben ist. Untergekommen bin ich im Xuan Son Hotel für 10$/Nacht. Das Zimmer war nichts besonderes, aber in Anbetracht dass die Preise hier durchwegs gleich sind, nicht der schlechteste Deal. Tagsüber bin ich dann einfach ein bisschen durch die wunderschöne, umliegende Landschaft gelaufen. Es handelt sich wie gesagt um ein kleines Dorf. Nach nur ca. 5 – 10 Gehminuten findet man sich hier inmitten von wunderschönen grünen Reisfeldern, die am Fuße von immergrünen Hügeln gelegen sind. Eine wirklich unglaublich schöne Gegend!

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Gleich am nächsten Morgen ging es zuerst zur Phong-Nha-Höhle. Die Höhle kann nur mit einem Boot erkundet werden. Am Eingang habe ich Nolan und Rebecca aus San Francisc, sowie Chuen aus Australien getroffen, mit denen ich dann zusammen ein Boot gechartert habe. Zur Höhle muss man sagen, dass man das nicht wirklich beschreiben kann. Die Dimensionen sind einfach so unglaublich, man kann das auch nicht wirklich in Bildern festhalten, wenn man es nicht mit eigenen Augen gesehen hat. Zunächst wird man zur Höhle gefahren, bei der dann der Motor abgeschaltet wird, und es per Paddel weitergeht. Man fühlt sich wirklich wie in einer anderen Welt und kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Nach der Bootstour durch die Höhle kann dann ein Teil noch zu Fuß erkundet werden.
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Gleich im Anschluss ging es zur Tien-Son-Höhle. Um diese Höhle zu besichtigen, gab es aber zunächst mehr als 300 Stufen zu bewältigen – die Schweißtreiberei sollte aber durch eine weitere unglaublich schöne Höhle belohnt werden. Unterschied zur Phong-Nha-Höhle ist, dass diese nur zu Fuß erkundet werden kann. Die Höhle selbst hat mir sogar noch besser gefallen als die erste. Leider könnte ich im Inneren der Höhle nicht wirklich viele gute Bilder machen, da (wie passend es nur sein kann, genau vor dem Besuch von Höhlen) mein Stativ auf dem Weg nach Son Trach abhanden gekommen ist. Entweder es ist irgendwie herausgerutscht und ich hab es nicht bemerkt, oder jemand konnte es besser gebrauchen als ich… aber ein paar ganz nette Aufnahmen sind mir dann doch gelungen.
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Am nächsten Morgen ging es mit einem “Moto-Taxi” zur Paradieshöhle. Allein die Fahrt dort hin war so unglaublich, führte sie durch immergrünen Regenwald und hoch aufragende zerklüftete Karstgipfel. Man fühlte sich wie in einer vergessenen und verlassenen Welt. Ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus.
Bei der Paradieshöhle handelt es sich um die größte Trockenhöhle der Welt, die erst seit 2011 öffentlich zugänglich ist, und sich über 31 km erstreckt. Die unglaublichen Eindrücke der Phong-Nha- und der Tien-Son-Höhle werden hier noch übertroffen – die Ausmaße sind einfach schier nicht zu glauben.
 
Nach zwei unglaublich tollen Tagen ging es dann mit dem Nachtbus nach Ninh Binh in den Norden. Normalerweise sind die Schlafbusse in Vietnam – mit Ausnahme der Größe – relativ gut und auch komfortabel. Hat man allerdings das Pech, erst spät zuzusteigen (besagter Bus kam von Hue und hat mich in Dong Hoi aufgegabelt, und war deshalb schon nahezu voll), kann es passieren, dass man nur noch einen Platz neben der Bordtoilette bekommt. In Kombination mit einer defekten Toilettentüre kann eine neunstündige Nachtbusfahrt dann zum echten Höllenritt werden… Die Beschreibung der Gerüche spar ich mir hier jetzt einfach mal. Da gibt´s doch lieber den Link zu meinen Bildern vom Nationalpark und zum Sprung-Album.
 
Viel Spaß!
 
Im Moment, während ich das hier tippe, sitze ich in Hanoi im Hotelzimmer, da mich eine Grippe ziemlich krass erwischt hat. Sprich, ich habe gerade etwas Zeit während ich mich hier auskuriere. Ich habe mir gedacht, es ist vielleicht ganz nett zu wissen, welche Distanzen ich auf meiner Reise zurücklege, und hab mal ein bisschen gerechnet, und nachgeprüft. Google maps macht´s möglich. Bei den Entfernungen die via Fähre zurückgelegt wurden, musste ich manchmal schätzen. Das Ganze ist nun die Zusammenfassung bis Hanoi – ich weiß, der Blog ist noch nicht soweit. Wird aber kommen! :)
  • Zurückgelegte Entfernung mit dem Zug: 400 km
  • Zurückgelegte Flugstrecken: 10.024 km
  • Zurückgelegte Entfernung mit Fähren: 600 km (Thailand: 400 km, Vietnam: 200 km)
  • Zurückgelegte Entfernung mit dem Bus: 4061 km (Thailand: 691 km, Kambodscha: 910 km, Vietnam: 2460 km)
Gesamt habe ich nun schon ca. 15.085 km zurückgelegt. Nicht eingeschlossen sind hier natürlich Ausflüge und kleinere Touren, das würde den Rahmen sprengen. Ich versuche, am Ende jedes besuchten Landes einhergehend mit dem Fazit ein Update zu machen.

Des Weiteren habe ich ein neues Feature hier im Blog hinzugefügt. Ihr könnte Euch ab sofort oben mit Eurer Email-Adresse eintragen und werdet per Email informiert, wenn ein neuer Beitrag veröffentlicht wird. Was man nicht alles herausfindet, wenn man mal ein bisschen Zeit hat und sich tatsächlich "langweilt". :)

Bis bald!

27. April 2014

Hue (15.04.2014 – 19.04.2014)

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Wie auch schon in Hoi An war das Timing in Hue auch nicht schlecht. Alle zwei Jahre findet hier ein internationales Festival statt, bei dem Künstler und Musiker aus aller Welt auftreten. Es stellte sich heraus, dass wir genau zum richtigen Zeitpunkt die Stadt Hue angesteuert haben. Zusammen mit dem Valentin und der Shanti wurde dann im Why Not Hotel für zusammen 19$ eingecheckt. Es handelte sich um eine super Unterkunft mit unglaublich freundlichem Personal. Valentins Anwesenheit war aber nur von kurzer Dauer, da er gleich am nächsten Tag weiter nach Hanoi gezogen ist.

IMG_2365Am nächsten Morgen ging es zu diversen Kaisergräbern. Unterwegs haben wir eine sehr nette Einheimische, deren Namen ich leider nicht mehr weiß, bzw. nie wirklich wusste, kennen gelernt. Nach unserem Besuch der Kaisergräber wurden wir auf einen Tee in ihr wirklich bescheidenes Heim eingeladen. Das Ganze war wirklich eine nette und schöne Erfahrung. Vor allem mal zu sehen, in welch armen Verhältnissen hier auf dem Land tatsächlich noch gelebt wird. Das “Haus” (eher Hütte) bestand aus einem Bett, einen Platz zum Kochen und einem Tisch mit vier Stühlen – wie im Bild zu sehen. Das war´s dann aber auch schon. Die besuchten Kaisergräber waren nicht allzu spektakulär. Wenn man Angkor Wat gesehen hat, dann wird man wohl von den meisten ähnlichen Dingen eher enttäuscht. Das musste ich in letzter Zeit häufiger feststellen.

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Gleiches gilt für die am nächsten Tag besuchte Zitadelle. War ganz nett anzuschauen, aber vom Hocker gehaut hat es uns irgendwie nicht.

Am Abend hat mich dann auch die Shanti Richtung Hanoi verlassen, um weiter in den Norden zu fahren. Es sollte aber nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir uns zufällig begegnen.

Am Abend hab ich mich zum bereits erwähnten Festival aufgemacht. Leider geht das Festival erst abends los und dauert nicht sehr lange. Aber einige Aufführungen konnte ich mir doch anschauen.

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Eher zufällig ging es am nächsten Abend nochmal in die Altstadt. Eigentlich wollte ich nur in unserem Stammlokal essen – welch ein Glück. Die Brücke über den Fluss war für Autos gesperrt und nur für Fußgänger zugänglich. So war die komplette Brücke mit brennenden Lichtern geschmückt.

Leider habe ich meine Kamera nicht dabei gehabt, deshalb gibt es eher zweitklassige Handyfotos.

Hier geht´s zu den Fotos. Die üblichen Sprungbilder gibt´s hier!

22. April 2014

I fell in love with “Hoi An” (11.04.2014 – 15.04.2014)

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Was gibt es über Hoi An viel zu schreiben? Die Antwort lautet: sehr viel!!! Dieses kleine Städtchen ist einfach unglaublich! Für mich war es der bislang schönste Ort in ganz Vietnam, ja vielleicht sogar in ganz Asien.

Genächtigt wurde im Hop Yen Hotel für 10 $/Nacht. Gute Lage, aber sonst nicht berauschend. Außer natürlich, dass hier unglaublich viele Backpacker hausen. Hier sind die Unterkünfte im Allgemeinen etwas teuer, also wohl auch kein schlechter Deal. Kaum angekommen, hat sich hier eine super tolle Truppe gebildet. Wir waren lauter “Allein-Traveller” aus der ganzen Welt. Deutschland, Schweiz, Spanien, Holland, Frankreich, Kanada, Chile… Alle Nationen vertreten. Ich spar mir hier jetzt, alle namentlich zu nennen, einige Namen werden folgen. Auf jeden Fall hat es mir hier von Anfang an richtig gut gefallen!

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Früh morgens am 11.04.2014 mit dem Nachtbus/Bananentransporter angekommen, ging es gleich in die Stadt. Man kann hier zwar einiges machen, muss aber nicht. So kann man hier wirklich Tage damit verbringen, einfach von Cafe zu Cafe zu gehen, Kaffee zu trinken und einfach die Ruhe und Schönheit dieser Stadt zu genießen! Genau das war es, was am ersten Tag gemacht wurde. Ok, als Ausrede sollte die Tatsache der 13-stündigen Ganzkörper-Origami während der Nachtbusfahrt, und der damit verbundenen Strapazen der Anreise zählen.

Am zweiten Tag wurde dann erst mal so richtig ausgeschlafen, ehe ich mit Kath aus Kanada und Liz aus Holland auf den Drahtesel gestiegen bin, und der nahegelegene Strand aufgesucht wurde. Der Strand ist nichts besonderes, aber für eine kurze Erfrischung bestens geeignet – hier in Hoi An habe ich das erste Mal in Asien überhaupt erfrischendes Wasser erlebt!

Die restliche Zeit hier in Hoi An hab ich einfach nur genossen. Einfach ein paar Tage lang nichts tun, durch die Stadt schlendern und von Cafe zu Cafe gehen. Hier lässt es sich wirklich leben!

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So war Hoi An wohl auch der allerbeste Ort, meinen Geburtstag zu feiern! Ja, auch auf Reisen wird man nicht jünger! Wenn wir schon von gutem Timing reden. Ich zitiere mal den Lonely Planet: “Besonders schön ist es in Hoi An immer am 14. des Monats nach dem Mondkalender, denn dann feiert die Stadt ein Vollmondfest”. Volltreffer! Denn der 14. April ist natürlich ein gaaaaanz besonders schöner Tag! Wie bestellt verwandelte sich die Stadt in ein leuchtendes Meer von Laternen. Zugegeben ist es hier jeden Abend ähnlich, aber zum Mondfest werden noch mehrere Laternen angezündet, und auch auf dem Fluss schwimmen gelassen. Alles in allem ein super Geburtstag! IMG_2289

In der Backpacker-Bar wurde dann hinein gefeiert. Und es gab auch mal wieder eine Shisha, die dazu noch richtig gut war! Selbst die Claudia aus der Schweiz, dich ich bereits in Sihanoukville im Süden von Kambodscha kennengelernt habe, war mit dabei. Ausklingen lassen haben wir die Nacht im Why Not?, auch eine ganz nette Bar, die bis in die Morgenstunden geöffnet hat, was wir auch ziemlich ausgekostet haben.

 

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Wie es sich für einen richtigen Geburtstag gehört, wurde nicht nur hinein, sondern auch heraus gefeiert! Dabei hat es uns in die Infinity-Bar verschlagen. Leider wurde unsere Truppe etwas kleiner, sodass wir nur noch zu fünft unterwegs waren, was aber nicht heißen mag, dass weniger gefeiert wurde! Am Start war die Shanti aus dem schönen Schwabenländle, die Claudia aus der Schweiz, der Samuel aus Kanada und der Valentin aus Frankreich. In der Infinity-Bar gab es sogar einen Shisha umsonst (für Gruppen ab drei Personen), welch ein Jammer, dass wir das erst so spät entdeckt haben! Außerdem gab es eine Happy-Hour all night long, in der man zwei Cocktails für einen bekam. Ab dem achten White Russian hab ich dann aufgehört zu zählen. Noch Fragen? Zum grandiosen Abschluss ging es dann noch zur Unterkunft einiger verrückter Engländer, die wir schon am Tag zuvor kennengelernt haben. Als es dann schließlich ins Bett ging, hat die Sonne schon etwas herausgeschaut, was eigentlich alles Weitere von selbst erklärt.

Bilder gibt´s hier zu sehen. Und wie immer auch im Sprung-Format.